Referent: Lucky
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P3, Aussagepsychologie; Referent: V. Siochos; SS 2001; 15/6/2001
Thema: Die Aussage beeinträchtigende interaktionale Bedingungen
The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Gliederung:
Mögliche Gründe für Falschaussagen:
1.1 Kognitive Faktoren
1.2 Soziale Faktoren
1.3 Aussagebedingte Faktoren
1.4 Stereotypen
1.5 Wiederholte Suggestion über längere Zeit
Der Fall Texas v. Macias
Methode:
3.1 Versuchsteilnehmer
3.2 Ablauf
Ergebnisse & Diskussion
4.1 Ergebnisse der vier Bedingungen
4.2 Können Erwachsene falsche Aussagen bemerken?
4.3 Zusammenfassung
Quelle:Leichtman, M. & Ceci, S.J. (1995). The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports. Developmental Psychology, 31,568-578
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
1. Mögliche Gründe für Falschaussagen:
1. 1 Kognitive Faktoren
Zusammenfassung mehrerer Studien ergab:
Jüngere Kinder sind durch Suggestionen beeinflußbarer als ältere Kinder
Warscheinliche Gründe (Ceci, Toglia & Ross, 1988):
Entwicklungsbedingte Gedächtnisspuren
Bei jüngeren Kindern:
-> Gedächtnisspuren lassen sich
leichter manipulieren, überschreiben und löschen als bei älteren Kinder
-> Enkodierung erfolgt schwächer als bei älteren Kindern
-> Platz für Manipulationen (Ereignis wird falsch erinnert)
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
1. 2 Soziale Faktoren
Bussey, 1992; Ceci, Leichtman & Putnick, 1992; Peters, 1991, u. a.:
Einflüße auf die Korrektheit der Aussage bei Vorschulkindern:
Bestechung
Bedrohung
Angst vor Schwierigkeiten
Wunsch nach materieller Belohnung
-> Gilt aber auch sehr Warscheinlich für Erwachsene (Annahme)
Ceci, Ross & Toglia, 1987:
Vorschulkinder machen mehr Fehler: Befragung durch erwachsene Autorität
Möglicher Grund:
Vorschulkinder trauen ihren Erinnerungen weniger
Autorität (Erwachsener) kann sich nicht irren
-> Ist Erwachsen, ich bin nur dummes Kind
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1. 3 Aussagebedingte Faktoren
Emipirische Evidenz für Altersunterschiede bei Suggestion:
Auch im realen Leben (z.B. Gerichtssaal)?
-> Ist unklar, wegen geringer Validität der Experimente (1. Hälfte letztes Jh.)
Unklarheit ob gefundene Ergebnisse auch im richtigen Leben auftreten
Bedingungen waren anders als im realen Leben
Ziel dieser Studie:
Suggestionen unter den Bedingungen wie im realen Leben (Gerichtssaal)
1. 4 Stereotypen
Konfrontation vor Aussage mit Stereotypen:
Aufmerksamkeit richtet sich auf Erwartungskongruentes Verhalten
--> Kann somit Aussage verfälschen
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1. 5 Wiederholte Suggestion über längere Zeit
Bevor ein Kind vor Gericht aussagt wurde es ca. 4-11 Mal befragt
Meist wird es zusätzlich noch von
Familienmitgliedern
Therapeuten
Sozialarbeiter
andere interessierte Personen befragt
Gefahr: Viel Platz für Suggestionen!
Aussage kann vor Gericht nicht mehr korrekt sein
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Der Fall Texas v. Macias
Berücksichtigung der genannten Faktoren
-> Aussage kann verzerrt sein
-> Aussage wirkt sich auf Urteil aus
1987, El Paso, Texas
Erinnerung des Kindes (Hauptzeuge):
Täter hatte Blut am T-Shirt und Waffe in der Hand
Zuvor sagte Mutter mehrmals zum Kind:
Täter ist ein böser Mensch
Kind soll sich fern von ihm halten
Befragungen vor dem Gerichtsverfahren ergaben eindeutig:
Kind hat starke negative Vorurteile gegen den Täter
Zusätzlich:
Kind wurde mehrmaligen Suggestiven Befragungen ausgesetzt
Erinnerungen wurden somit verfälscht!
Gerichtsurteil: Todesstrafe
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
12 Tage vor Vollstreckung des Urteils wurde Aussage korrigiert
Damaliges Kind gab zu (unter Eid):
Es wurde durch viele verschiedene Fragen verwirrt
Dachte etwas nützliches gesehen zu haben
Aussage basierte nicht auf Sicherheit
Wollte nur den Erwachsenen helfen
-> Täter kam daraufhin frei
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Methode:
3.1 Versuchsteilnehmer
176 Vorschulkinder aus Kindertagesstätten
repräsentierten eine breite soziale und ethnische Schicht
Unterteilung in zwei Gruppen:
Gruppe 1: jüngere Vorschulkinder (3 und 4 Jahre)
Gruppe 2: ältere Vorschulkinder (5 und 6 Jahre)
Randomisierte Zuweisung der Bedingungen
Klassenraum (n=8) war jeweils eine Einheit
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
3.2 Ablauf
Bedingungen:
(a) Kontrollgruppe
(b) Stereotypgruppe
(c) Suggestionsgruppe
(d) Stereotyp- und Suggestionsgruppe
Zentrales Ereignis: Der Besuch von Sam Stone (fremde Person)
Sam Stone verhielt sich in allen Gruppen gleich:
Er kam in den Klassenraum
Der Lehrer las den Kindern eine Geschichte vor
Er sagte hello zum Lehrer
Der Lehrer stellte Sam Stone den Kindern vor
Sam sagte I know that story, it's one of my favorites
Er schlenderte durch den Klassenraum
Er winkte den Kindern zum Abschied zu und verließ den Raum
Das ganze dauert jedesmal zwei Minuten
Es gab zwei experimentelle Manipulationen:
Vor dem Ereignis
Nach dem Ereignis
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Alle Kinder nahmen 10 Wochen nach Sam Stones Besuch an einem forensischen Interview teil
Kontrollgruppe:
erhielt keine Informationen über Sam Stone vor seinem Besuch
wurde 4 Wochen lang einmal pro Woche neutral interviewt (nach dem Besuch von Sam Stone)
Stereotypgruppe:
wurden einen Monat vor Sam Stones Besuch einmal in der Woche manipuliert
Ihnen wurde mitgeteilt, daß Sam Stone ein vornehmer netter Mensch sei. Aber er ist ungeschickt und tolpatschig.
wurden nach dem Besuch wie die Kontrollgruppe interviewt
wurden noch ein fünftes Mal 10 Wochen nach dem Besuch interviewt
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Suggestionsgruppe:
erhielt keine Vorabinformation über Sam Stone
nahm an suggestiven Interviews nach dem Besuch teil
erhielt während der Interviews falsche Suggestionen über das was während des Besuchs passiert ist:
1. Er zerfetzte ein Buch
2. Er beschmutzte einen Teddy Bären
z.B. When Sam Stone got that bear dirty, did he do it on purpose or was it an accident?
Ein anderes Mal wurde gefragt:Was Sam Stone happy or sad that he got that bear dirty?
Stereotyp- und Suggestionsgruppe:
erhielten die selbe Vorabinformation wie die Stereotypgruppe
erhielten die selben falschen Suggestionen wie die Suggestionsgruppe
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Auschlaggebend für die Studie war das fünfte Interview an dem alle Kinder teilnahmen:
Zuerst sollte frei erzählt werden was an dem Tag passiert ist
Danach folgten untersuchende (probing) Fragen über die beiden Ereignisse die nicht passiert sind: Teddy Bär und Buch
Den Kindern die auf die probes reagierten (sahen etwas das nicht passiert ist) wurden Gegensuggestionsfragen gestellt um zu sehen wie hartnäckig sie bei ihren Behauptungen blieben
z.B. You didn't really see him do this, did you?
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Ergebnisse & Diskussion
Die Daten wurden mittels Videobänder von blinden Auswertern kodiert
20% der Bänder wurden nochmals von unabhängigen Auswertern kodiert
-> Interrater reliability hoch (Cohen's k=.90)
4.1 Ergebnisse der vier Bedingungen

Keine
Fehler in der freien Erzählung
Leichte Fehler bei den jüngeren bei Probe Questions
Ältere Kinder machten weniger / keine Fehler
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports

Keine
Fehler in der freien Erzählung
Bei Probe Questions mehr Fehler als bei der Kontrollgruppe
Ältere Kinder waren weniger Fehleranfällig
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports

Hier
machten die Kinder schon während der freien Erzählung
Fehler !
Das ist rar in der Literatur
Suggestionen haben die Aussagen verfälscht
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports

Fehler
wurden hier schon während der freien Erzählung
gemacht !!!
Dieses Phänomen sollte noch einmal repliziert werden
Suggestionen und Stereotypen wirken hier besonders stark
Ältere Kinder waren weniger Fehleranfällig
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Es wurde noch eine 2 (Alter) x 4 (Gruppen) Manova errechnet
Ergebnis:
Starker Effekt für
Alter: F (1,146) = 76.55, p<.0001
Gruppen: F (3,146) = 29.65, p<.001
Nachfolgende Tests ergaben:
Ältere Kinder (86%) berichten genauer als jüngere Kinder (72%)
Die Kontrollgruppe (96%) erzählte genauer als die Stereotypgruppe (83%)
Letztere erzählte wiederum genauer als die Suggestionsgruppe (72%) und diese wiederum war genauer als die Suggestions- und Stereotypgruppe (64%). Alle p<.05.
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
4.2 Können Erwachsene falsche Aussagen bemerken?
Auf zwei Kongressen wurden Fachleuten Videobänder von drei Kindern der Studie vorgestellt
Fachleute sollten die Richtigkeit der Aussagen auf einer Rating Skala beurteilen (1=Sure it didn't occur bis 7=Sure it did occur)
Haben diese Ereignisse tatsächlich stattgefunden:
1. Ein Gegenstand wurde hochgeworfen
2. Ein Buch wurde zerfetzt
3. Der beschmutzte Bär
4. Es war mehr als ein Sam Stone anwesend
Zusätzlich sollte noch die Glaubwürdigkeit der drei Kinder beurteilt werden
Tatsächlich:
Kind #2 berichtete vollkommen Korrekt
Kind #1 machte die meisten Fehler in seinem Bericht
Kind #3 lag dazwischen
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
Ergebnis:

Dies widerspricht der allgemeinen Meinung, daß Kinderberichte leicht einzuschätzen sind!
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P3, Aussagepsychologie; The Effects of Stereotypes and Suggestions on Preschoolers' Reports
4.3 Zusammenfassung
Resultate der Studie erweitern das Wissen über die Korrektheit von Kinderaussagen um zwei Faktoren
1. Benutzung von Stereotypen
2. Der Gebrauch von wiederholten falschen Suggestionen über einen längeren Zeitraum
Diese Faktoren wurden lange Zeit nicht berücksichtigt
Wiederholte Suggestionen können bei Kindern mentale Bilder entstehen lassen, die nicht real sind
Jüngere Kinder könnten auch empfänglicher für demand Characteristics sein (Befragungssituation)
Ohne Stereotypen und wiederholte Suggestionen können aber auch jüngere Kinder sehr genau und wahrheitsgemäß berichten
Referent: Martin
(Folie 1)
Saywitz, K.J., Goodman, G.S., Nicholas, E., Moan, S. (1991):
Erinnerungen von Kindern an eine ärztliche Untersuchung mit Berührung der Genitalien : Folgerungen für Berichte von sexuellem Missbrauch von Kindern
(Folie 2)
Unabhängige Variablen
Alter der Kinder (5 Jahre versus 7 Jahre)
Art der Untersuchung (Berührung der Genitalien versus Berührung der Wirbelsäule)
Dauer zwischen Ereignis und Befragung (eine Woche versus ein Monat)
Form der Befragung (freie Erinnerung versus Demonstration mit anatomischen Puppen versus direkte Fragen)
Entwicklungsangemessenheit der Fragen
(Folie 3)
Hypothesen
Ältere Kinder geben bei der Befragung vollständigere und genauere Informationen als jüngere Kinder. Eine Ausnahme stellen die Berichte über Berührungen der Genitalien dar.
Es ist unwahrscheinlicher, dass die Kinder bei freier Erinnerung über die Berührung ihrer Genitalien berichten als bei direkter Befragung.
Fragen bezüglich Zeit sowie Alter und Größe der untersuchenden Person werden genauer beantwortet, wenn die Fragen der Entwicklung der Kinder angemessen sind.
Die Erinnerungsleistungen von älteren und jüngeren Kindern nähern sich einander an, wenn das Intervall zwischen Ereignis und Befragung größer wird, da die älteren Kinder periphere Details zunehmend vergessen. (Anfangs sind die Erinnerungsleistungen der älteren Kinder besser als die der jüngeren.)
(Folie 4)
Ergebnisse (1)
Freie Erinnerung / anatomische Puppen:
7jährige der Bedingung mit Berührung der Genitalien erinnerten weniger korrekte Information als 7jährige der Bedingung ohne solche Berührung.
Es gibt keinen signifikanten Unterschied zwischen 5- und 7jährigen der Bedingung mit Berührung der Genitalien.
Bei der Demonstration der Ereignisse mit Hilfe anatomischer Puppen wurden etwa doppelt so viele korrekte Antworten gegeben wie bei freier Erinnerung.
Bei freier Erinnerung berichteten 22% über vaginale Berührung, 11 % über anale Berührung.
Bei Demonstration mit anatomischen Puppen berichteten 17% über vaginale Berührung, 11% über anale Berührung.
Es gab keine falschen Alarme, aber viele Verpasser.
(Folie 5)
Ergebnisse (2)
Direkte, nicht irreführende Fragen:
Nach einer Woche beantworteten 7jährige mehr Fragen korrekt (80%) als 5jährige (67%).
Nach einem Monat gab es keine Unterschiede der Erinnerungsleistung bezogen auf die beiden Altersgruppen mehr (74% bzw. 71%).
Ältere Kinder beantworteten nach einer Woche mehr Fragen korrekt als nach einem Monat, was bei jüngeren Kindern nicht der Fall war.
Über vaginale Berührung berichteten 86%, über anale Berührung 69%.
Fehler der Kinder waren hauptsächlich Verpasser, es gab allerdings drei falsche Alarme bei Kindern in der Bedingung ohne Berührung der Genitalien.
(Folie 6)
Ergebnisse (3)
Irreführende Fragen:
7jährige beantworteten mehr Fragen richtig (87%) als 5jährige (79%).
Kinder, die nach einer Woche befragt wurden, waren resistenter gegenüber irreführenden Fragen (86%) als Kinder, die nach einem Monat befragt wurden (81%).
Nach einer Woche befragt, machten 5jährige in der Bedingung ohne genitale Berührung mehr falsche Alarme als Kinder in der Bedingung mit Berührung der Genitalien.
Bezüglich der Kinder in der Bedingung mit Berührung der Genitalien gab es keine Unterschiede in der Rate der falschen Alarme.
(Folie 7)
Ergebnisse (4)
Missbrauchsbezogene Fragen:
Direkt, nicht irreführend:
Nach einer Woche beantworteten die Kinder weniger Fragen richtig als nach einem Monat.
Kinder in der Bedingung mit Berührung der Genitalien beantworteten weniger dieser Fragen richtig (78%) als Kinder in der Bedingung ohne solche Berührung.
An Fehlern gab es vor allem Verpasser (25%), aber auch falsche Alarme (6%; nur bei 5jährigen).
Folie (8)
Ergebnisse (5)
Missbrauchsbezogene Fragen:
Irreführend:
7jährige beantworteten mehr der irreführenden Fragen korrekt als 5jährige.
Diese Fragen wurden fast immer richtig beantwortet (99% bei 7jährigen, 96% bei 5jährigen).
Bei 7jährigen gab es keine falschen Alarme, bei 5jährigen vier falsche Alarme.
(Folie 9)
Ergebnisse (6)
Fragen bezüglich Zeit, Alter und Größe:
Kinder beantworteten diese Fragen besser, wenn sie mit den eher entwicklungsgemäßen Fragen konfrontiert wurden (58%) als mit den ursprünglichen Fragen (9%).
Die Antworten zu den entwicklungsgemäßen Fragen waren genauer.
Speziell zeigten sich bei den entwicklungsgemäßen Fragen bessere Antworten bezogen auf das Alter der Ärztin und die Zeit, nicht aber die Größe der Ärztin.